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SPD - Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen


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Aufschwung der schlechten Jobs

Bilanz der Beschäftigungsentwicklung seit 2000

 

Die „Reformen“ zur „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes haben vor allem den Umbau von regulärer Vollzeitbeschäftigung zu Mini und Teilzeitjobs, Leiharbeit, Befristungen und Solo-Selbstständigkeit vorangetrieben. Armutslöhne und prekäre Beschäftigung wurden massiv ausgeweitet. Trotz Aufschwung sanken die Reallöhne.

Entgegen den zur Zeit so positiv lautenden Meldungen vom Arbeitsmarkt:  Die Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung seit 2000 war schlechter als in den anderen europäischen Ländern.

http://wipo.verdi.de/wirtschaftspolitische_informationen/data/Wirtschaftspolitische-Informationen-2-2010.pdf

24. Oktober bis 13. November Aktionswochen in ganz Deutschland. Mitmachen! www.gerecht-geht-anders.de

Wir gratulieren: die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik erhält den Golden Award of Change 2010!
www.alternative-wirtschaftspolitik.de


Null Chance ohne Abschluß

Bund-Länder-Bericht beleuchtet dramatische Ausbildungssituation in Deutschland. Jeder sechste Jugendliche ohne Berufsper-spektive. Regierung liefert neues Placebo. Artikel von Ralf Wurzbacher in junge Welt vom 17.06.2010 http://www.jungewelt.de/2010/06-17/032.php

Siehe dazu:

a) Bildungsketten

„Die BMBF-Bildungsketten-Initiative führt neue und bestehende Förderinstrumente zusammen. Es geht um die strukturelle Weiter-entwicklung des Übergangssystems im Sinne von Anschlussfähigkeit und Anrechenbarkeit als fachpolitischen Prozess, der ver-änderte Rollen und zusätzliche Aktivitäten der Akteure in Schule, Übergangssystem und dualer Berufsausbilung als koordinierte "Hand in Hand" Kooperation erfordert…“ Informationen des BMBF zur Bildungsketten-Inititiative http://www.bmbf.de/de/14737.php

b) DGB fordert Programm zum Abbau von Ausbildungslosigkeit

Pressemitteilung vom 16.06.2010

http://www.dgb.de/presse/++co++d76cd08e-7948-11df-6571-00188b4dc422/@@index.html


Schamlose Rotstiftpolitik zu Lasten der Schwächsten

Überrascht haben die Sparbeschlüsse der Bundesregierung niemanden. Die Art und Weise jedoch, mit der in die Taschen von Arbeitslosen und Familien gegriffen werden soll und das ganze noch als „ausgewogen“ verkauft wird, kann nur als schamlos be-zeichnet werden. In der neuesten Ausgabe der sopoaktuell zitieren wir aus den Sparbeschlüssen der Bundesregierung und be-werten diese dann aus sozialpolitischer Sicht.

Sopoaktuell unter www.sopo.verdi.de.


Kirche als Arbeitgeber

Endet bald das Privileg? Arbeit für Gotteslohn

„Unter dem Deckmantel christlicher Nächstenliebe und unter Ausnutzung kirchlichen Sonderrechts betreiben evangelische Ein-richtungen seit Jahren massives Lohndumping. Bis zu 13 Prozent Nettoeinbußen mussten Beschäftigte in den letzten Jahren hin-nehmen. Zuletzt gab es was vor vier Jahren. Dass sie sich die Bezahlung nach Gutsherrenart nicht mehr bieten lassen, liegt auch an der Mobilisierung von ver.di. Gemeinsam stellt mach sich quer – trotz unchristlicher Drohungen der Führungsriege. Und mit jedem Kampf der Beschäftigten geht auch ein Stück antiquiertes Privileg dem Ende entgegen…“

Aus dem Text: „…Nach Auskunft der Gewerkschaft ist die Bezahlung evangelischer Beschäftigter, beispielsweise von Kranken-pflegern und –schwestern nach 10 Jahren Berufserfahrung um mehr als 131 Euro, von AlternpflegerInnen mehr als 152 Euro im Monat niedriger. Noch drastischer wird das ungleiche Einkommensniveau für gleiche Arbeit in der Kirche Hessen-Nassau. Kranken-schwestern und -Pfleger verdienen dort 10 Prozent, Sozialpädagogen 16 Prozent, Ärztinnen und Ärzte um 6 Prozent und Erzieherinnen um 5 Prozent und eine Hauswirtschafterin 13 Prozent weniger als in vergleichbaren Tarifen. Selbst eine Reinigungs-kraft verdient 20 Prozent weniger als nach dem gültigen Gebäudereinigertarif. Damit gerät auch der katholische Caritas unter den Druck des evangelischen Lohndumpings, denn „selbst die AVR-Caritas liegt auf dem TVöD-Niveau“ des öffentlichen Dienstes, so die Gewerkschaft ver.di. ..“

Artikel von Hans-Dieter Hey in der NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung vom 07.10.2009 http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14325


Reinigungsgewerbe: Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk 2009

Lohndrücken bei Putzfrauen

„Seit für die Gebäudereiniger der Tarifvertrag ausgelaufen ist, gibt es für die Branche auch keine Mindestlöhne mehr. Nun ver-suchen erste Firmen im Ruhrgebiet und am Niederrhein nach Angaben der IG Bau, die Löhne zu drücken. Nach Auslaufen des Tarifvertrags für Gebäudereiniger versuchen nach Gewerkschaftsangaben erste Arbeitgeber an Rhein und Ruhr, den bisherigen Mindestlohn von 8,15 Euro deutlich zu drücken. „Uns liegen Anlagen zu Arbeitsverträgen vor, die ab dem 1. Oktober einen Lohn von 6 Euro vorsehen”, sagt Zeynep Bicici, Gewerkschaftssekretärin im IG-Bau-Bezirk Duisburg-Niederrhein. Da ähnlich lautende Anlagen gleich bei mehreren Arbeitgebern aufgetaucht seien, vermutet die Frankfurter IG-Bau-Zentrale eine „konzertierte Aktion”…“

Artikel von Thomas Rünker auf DerWesten vom 06.10.2009 http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/2009/10/6/news-135963011/detail.html


Groß- und Einzelhandel > Kaiser's:

Kassiererin streikt – Kaiser's kündigt

Emmely’s gibt es überall

Für die Abschaffung der Verdachts- und Bagatellkündigungen! Das neue Flugblatt vom Emmely-Kreis Hamburg (pdf)

 http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/eh/emmely_hh101009.pdf


Einzelhandel > Schlecker

Bremen: Mayday-Protest vor Schlecker XL-Markt

Vor kurzem hat die Drogeriemarktkette Schlecker ihren ersten Schlecker XL-Markt auch in Bremen eröffnet. AktivistInnen des Bremer Mayday-Bündnisses waren mit Flugblättern, Transparenten und Schildern vor Ort, die Resonanz war einmal mehr be-merkenswert... 

Artikel von Mayday-Aktivist auf Indymedia vom 07.10.2009 http://de.indymedia.org/2009/10/262806.shtml


Liste polizeilicher Datenbanken

Auf eine kleine Anfrage einiger Abgeordneten der Partei DIE LINKE lieferte die Bundesregierung eine Aufstellung

über die beim Bundeskriminalamt sowie der Bundespolizei vorhandenen Datenbanken. Hier die Liste der Bundesregierung

zum download - leider sind einige Angaben geschwärzt…“

 

Doku von Angela vom 18.09.2009 bei indymedia http://de.indymedia.org/2009/09/261213.shtml

Darin die Liste polizeilicher Datenbanken (pdf) http://media.de.indymedia.org/media/2009/09//261214.pdf

 


 Leiharbeit: Nachbarn regulieren besser

„Tausende von Leiharbeitern haben 2009 ihren Job verloren. Doch Wissenschaftler rechnen damit, dass sich der Leiharbeitsboom im nächsten Aufschwung fortsetzt. Sie raten, die Arbeitsbedingungen in der Branche nach dem Vorbild anderer Länder zu ver-bessern. Bis zum Ausbruch der Wirtschaftskrise hat die Leiharbeit in ganz Europa zugenommen. Aber nicht überall ist in den Betrieben eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstanden.

Forscher des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) haben gesetzliche und tarifliche Regulierungsmodelle in einigen europäischen Ländern untersucht. Aus ihren Analysen ergeben sich Ansatzpunkte für eine Neuregulierung in Deutschland…

Böckler Impuls 12/2009

http://www.boeckler.de/32014_96320.html

Siehe die Studie von Achim Vanselow und Claudia Weinkopf: Zeitarbeit in anderen Ländern - Lehren für Deutschland?,

Expertise für die Hans-Böckler-Stiftung, Juli 2009 (pdf)

http://www.boeckler.de/pdf/impuls_2009_12_7.pdf

b) Leiharbeit in Deutschland: Fünf Jahre nach der Deregulierung

DGB-Studie vom August 2009 (pdf)

http://www.boeckler.de/pdf/impuls_2009_12_6.pdf

Rechtswidrige 1-€-Jobs in Marburg- Wie wir erfahren haben (und auch dokumentieren können), werden im Stadtgebiet Marburg die Müllkörbe in der Oberstadt und an den Bushaltestellen im Stadtgebiet von Erwerbslosen geleert, die sich in einer Maßnahme nach § 16 d SGB II bei der Praxis GmbH befinden. Diese Maßnahmen werden landläufig 1-€-Jobs genannt und sind nur dann rechtskonform, wenn eindeutig zusätzliche Arbeiten erledigt werden. Die Müllbeseitigung ist aber eine Pflichtaufgabe der Uni-versitätsstadt Marburg…“ Offener Brief von ver.di Mittelhessen vom 20.8.09 an die Stadt Marburg bezüglich des Missbrauchs von 1-€-Job

 


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Stand: 06. Dezember 2009.