Rhein-Hunsrück-Kreis

SPD - Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen


Home
Grusswort
Vorstand
Ansprechpartner
Kontakt
Presse
Vorträge
Themen
Diskussionen
Infos
Linkseite
SPD RHK aktuell
SPD-Kritik
SPD Rh.Pfalz aktuell
Impressum


 

Katastrophe in Japan erschüttert die Region

SPD Rhein-Hunsrück organisiert Diskussionsabend zu den „Folgen für uns“

Die erschütternden Ereignisse in Japan berühren nicht nur weltweit alle Menschen, sondern auch in unserer Region. In der japanischen Partnerprovinz von Rheinland-Pfalz, in Iwate, wurden bereits mehr als 18.500 Tote geborgen; täglich kommen neue Schreckensmeldungen; die Folgen der Nuklearkatastrophe sind noch längst nicht absehbar. In Boppard sorgen sich viele Menschen um Verwandte, Freundinnen und Freunde aus der Partnerstadt Ome.

"Was bedeuten die Ereignisse in Japan für uns? Welche Konsequenzen sind zu ziehen?" Diese Fragen stellen der SPD-Kreisvorsitzende Michael Maurer und der Vorsitzende des SPD-Kreisparteirates, Joachim Mertes, MdL, und laden daher die Bevölkerung zu einem Diskussionsabend zum Thema „Die Katastrophe in Japan und ihre Folgen für uns“ am Mittwoch, 23. März, um 19 Uhr, ins KiR (Puricelli-Saal) in Rheinböllen ein. 

In einer ersten Bewertung stellte der stellvertretende Vorsitzende des Kreisparteirates, Dietmar Tuldi, fest: „Die Ereignisse in Japan bewegen die Bundesregierung, von heute auf morgen dazu ihren so genannten Atomkompromiss für drei Monate über Bord zu werfen. Unabhängig davon, ob das rechtlich überhaupt so möglich ist, glaubt kaum jemand, dass dies wirklich eine Abkehr vom falschen Weg der Atomvergötterung sein wird. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass vor allem die CDU auf Zeit spielt, um über die Landtagswahlen am 27. März hinwegzukommen.“ Und seine Stellvertreter-Kollegin Alice Hawig ergänzte: „Japan braucht jetzt unsere Hilfe und wir sollten alles unternehmen um Aufbauhilfen für die dort betroffenen Menschen zu organisieren.“

Für Michael Maurer und Joachim Mertes ist es wichtig, dass die SPD Rhein-Hunsrück einen Dialog zu diesem Thema anbietet. „Deshalb freuen wir uns auch sehr über viele Besucherinnen und Besucher von außerhalb der Partei.“ Über Boppards Bürgermeister Dr. Walter Bersch ist ein Gesprächspartner mit Kontakten nach Ome angefragt.

Der SPD-Kreisvorsitzende unterstrich: „Wir wollen die Energiewende, wir wollen aus der Atomenergie aussteigen. Gleichzeitig müssen wir aber Alternativen aufzeigen, beispielsweise durch die Nutzung regenerativer Energiequellen.“ MdL Joachim Mertes abschließend: „Die Aktualität hat also unser wichtiges Wahlkampfthema eingeholt.“

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Maurer

 

 

 

Emmelshausen, den 26.02.2011

Kreis ist bei RWE-Aktien auf gutem Weg

Innenminister Karl Peter Bruch informierte SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Michael Maurer

„Wir sind beim Thema RWE-Aktien auf einem guten Weg. Die Gespräche, die unser Abgeordneter und Landtagspräsident Joachim Mertes in Mainz geführt hat, haben ihre Wirkung nicht verfehlt.“ Dies erklärte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Hunsrück, Michael Maurer, nachdem er jetzt von Innenminister Karl Peter Bruch über den aktuellen Sachstand informiert wurde.

Nach einer ersten Prüfung durch die Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion (ADD) in Trier suche jetzt das Ministerium des Innern und für Sport nach einer geeigneten Lösung. Der Innenminister hat laut Maurer weitere rechtliche Prüfungen angekündigt. Wegen der kreispolitischen Bedeutung der Problematik und der rechtlichen Rahmenbedingungen sollen im Ministerium „alle in Betracht kommenden Handlungsalternativen“ umfassen aufgearbeitet und sorgfältig abgewogen werden. Ausdrücklich habe Innenminister Bruch darauf hingewiesen, dass bis zum Abschluss der rechtlichen Prüfungen die noch bestehende vertragliche Regelung gelte. Dies habe der Minister in einem Schreiben auch Landrat Fleck mitgeteilt.

Der SPD-Kreisvorsitzende Michael Maurer, MdL Joachim Mertes und Kreisbeigeordneter Dietmar Tuldi bewerteten die Nachricht aus dem Innenministerium am Wochenende übereinstimmend als Teilerfolg auf dem Weg zu einer Lösung im Sinne der Gemeinden des früheren Kreises Simmern. „Hier war die stille Diplomatie wieder einmal besser als der laute Trommelwirbel“, sagte der Landtagspräsident und Bucher Ortsbürgermeister Mertes.

Michael Maurer: „Das Ziel der Sozialdemokraten im Rhein-Hunsrück-Kreis und in der SPD-Kreistagsfraktion war und ist eindeutig. Wir wollen eine Lösung im Sinne der Gemeinden des Altkreises Simmern, wir wollen eine langfristige Lösung und wir wollen eine rechtlich saubere Lösung, die auch künftig nachvollziehbar ist.“ Dietmar Tuldi zeigte sich zuversichtlich, dass die rechtliche Prüfung durch das Innenministerium die von der SPD gewünschte Lösung, nämlich den Fortbestand der geltenden Verträge, ergebe und die Gemeinden des Alt-Kreises Simmern die Dividende aus den Aktien auch künftig erhalten.

Vor diesem neuen Hintergrund sei die für den 14. März geplante Sondersitzung des Kreistages nun überflüssig. „Angesichts der angekündigten rechtlichen Prüfung dürfen wir jetzt nicht Gefahr laufen, im Kreistag einen Beschluss zu den RWE-Aktien zu fassen, der wegen der gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen vom Landrat oder von der ADD zum jetzigen Zeitpunkt ausgesetzt werden muss. Damit machen wir eine Handlungsalternative des Ministeriums unter Umständen unmöglich“, stellte Maurer fest, der diesen Standpunkt der Sozialdemokraten am Wochenende auch Landrat Fleck und den anderen Kreistagsfraktionen mitgeteilt hat.

Seitenanfang


 

Emmelshausen, den 23.02.2011

SPD Rhein-Hunsrück plant Reise nach Oppeln

Der SPD-Kreisverband, die SPD-Kreistagsfraktion und die SGK Rhein-Hunsrück planen im Sommer (25. bis 28. August 2011) einen gemeinsamen Besuch in der rheinland-pfälzischen Partnerprovinz Oppeln in Polen. Dies teilte der SPD-Kreisvorsitzende und Vorsitzende der sozialdemokratischen Kreistagsfraktion, Michael Maurer, mit. Die stellvertretende Kreisvorsitzende Katharina Monteith hat mit dem Marschallamt der Woiwodschaft Oppeln ein Programm für eine viertägige Reise (drei Übernachtungen) mit politischen, gesellschaftlichen, touristischen und kulturellen Angeboten erarbeitet.

Nach einem ersten Kostenvoranschlag entstehen für diese Reise etwa 300 bis 320 Euro Kosten pro Person. Darin enthalten sind Flug, Unterkunft und Verpflegung.

Für die konkrete Planung benötigt der SPD-Kreisverband zügige Rückmeldungen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, werden die Anmeldungen nach Eingang berücksichtigt. Wer Interesse an dieser Reise nach Oppeln vom 25. bis 28. August 2011 hat, den bittet der SPD-Kreisvorsitzende um Rückmeldung an Katharina Monteith unter der E-Mail-Adresse Kmonteith@t- online.de bis zum 05. März 2011.

Seitenanfang


 

Emmelshausen, den 14.01.2011

 

Landtagspräsident Mertes Ehrengast beim Neujahrsempfang 2011 in Simmern.

Politik geht auch ohne Wahlkampf und lautes Getöse. Dies machten die Sozialdemokraten aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis bei ihrem Neujahrsempfang im Schloss in Simmern deutlich. Und Landtagspräsident Joachim Mertes spannte als Festredner einen Bogen von der Weltpolitik bis zum Geschen zwischen „Hochmoselübergang und Welterbebrücke“

Der Saal des Schlosses platzte aus allen Nähten; viele Gäste konnten die Reden und musikalischen Darbietungen nur aus dem Foyer verfolgen. Die Organisatoren der Veranstalter vom SPD-Kreisverband, der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in der SPD und der Ortsverein Simmern, Michael Maurer, Alice Hawig und Michael Boos waren denn auch mehr als zufrieden: „So viele Gäste hatte die Rhein-Hunsrücker SPD noch nie bei einem Neujahrsempfang!“. Die ASF-Vorsitzende Alice Hawig begrüßte neben dem heimischen Abgeordneten Joachim Mertes unter anderen dessen Landtagskollegin Bettina Brück, den Kreisbeigeordneten Dietmar Tuldi, die Bürgermeister Walter Bersch (Boppard) und Manfred Faust (Simmern) sowie den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse, Klaus Wende.

Eine positive Bilanz zur Umsetzung des Konjunkturpakets II in Rheinland-Pfalz und im Rhein-Hunsrück-Kreis zog der SPD-Kreisvorsitzende Michael Maurer (Emmelshausen), der ausdrücklich Bund und Land für die finanziellen Hilfen dankte. Von 850 Millionen Euro, die landesweit flossen, kamen 18,9 Millionen Euro in den Rhein-Hunsrück-Kreis. Gefördert wurden damit 49 Projekte: vom Feuerwehrhaus in Argenthal bis hin zum Lehrschwimmbecken im Schulzentrum von Sohren-Büchenbeuren. Maurer blickte fürs neue Jahr vor allem auf die Bundesgartenschau in Koblenz, die auch in den Kreis ausstrahle. So seien heimische Firmen bei den Vorarbeiten beteiligt, und wegen der geringen Hotelkapazität in Koblenz werde auch das Beherbungsgewerbe

Rituale brechen, weg von „Schwarz-Weiß-Denken“, das wünscht sich Mertes im neuen Jahr. Und als Beispiel hatte er den Krieg in Afghanistan parat. „Es ist der falsche Weg, mit Waffengewalt unser demokratisches System durchzusetzen“, sagte er und forderte einen zeitlich überschaubaren Abzug der Bundeswehr vom Hindukusch. Dabei bezeichnete er die Amerikaner ausdrücklich als Partner und Freunde: „Allein schon, weil sie Deutschland von der Barbarei der Nazis befreit haben“. Er verband diesen außenpolitischen Appell mit dem eindeutigen Bekenntnis zu Europa.
 Eine ausgesprochen positive Bilanz der vergangenen Jahre zog der Landtagspräsident bei der Entwicklung in den heimischen Gefilden: „Viel geschafft haben wir zwischen Boppard und Laufersweiler“. Die neue Schullandschaft hob er dabei ganz besonders hervor. Jetzt sei es auch möglich, in Kirchberg und Emmelshausen Abitur zu machen – neben den etablierten Standorten in Kastellaun, Simmern und Boppard.
Mit dem vierspurigen Ausbau der B 50, der Wiederbelebung der Hunsrückbahn und dem Baubeginn der Hochmoselbrücke seien Visionen in Erfüllung gegangen. Zur Mittelrheinbrücke bezog er klar Stellung: „Was an jeder Kuhweide an der Mosel möglich ist, muss trotz Unesco-Status auch am Mittelrhein bei St. Goar zu realisieren sein“. Für Mertes sind Straßen geradezu lebensnotwendig: „Damit die Menschen weiter in unseren Dörfern leben und an ihre Arbeitsplätze gelangen können“.

Damit kam Mertes mit der Entwicklung des ländlichen Raums zu einem weiteren Schwerpunkt seiner präsidialen Betrachtungen. Külz habe für ihn dabei eine Vorreiterrolle. Das gemeinsame Heizsystem von öffentlichen Gebäuden und zehn Einfamilienhäusern sei beispielhaft. Die Nutzung regenerativere Energien und heimischer Ressourcen – in diesem Fall dienen Pellets aus der Region als Brennstoff – sei effektiver und koste viel weniger als das Heizen mit Öl. „Wir belassen lieber die Wertschöpfung im heimischen Wald, als mit Petrodollars den Scheichs ihren Reichtum zu finanzieren“.
„Alt werden in den Dörfern“ ist für Mertes ein weiteres Kernthema, dem man sich künftig intensiv stellen müsse. Virtuelle Wohngruppen für Senioren – wie in Külz – sind für Mertes eine Option. Bürgervereine könnten etliche Aufgaben übernehmen. Dies sei aber nicht nur durch noch mehr ehrenamtliche Helfer möglich, sondern könne nur in Kombination mit hauptamtlichen Kräften funktionieren, die in den Gemeinden leben.
Eine positive Bilanz zog auch SPD-Kreisvorsitzender Michael Maurer. Mit Zahlen und Fakten aus dem Konjunkturpaket II untermauerte er seine Ausführungen. Natürlich kam nach den offiziellen Reden auch das persönliche Gespräche bei den vielen Gästen nicht zu kurz. Auf das neue Jahr angestoßen wurde natürlich standesgemäß mit Wein vom Mittelrhein. Mit einem Hauch von Jazz und Swing umrahmte das Duo „KriPo“ mit Bernd Krick am Saxophone und Klaus Pohl am Flügel musikalisch den Empfang der Sozialdemokraten.

Seitenanfang


 

Emmelshausen, 21. Oktober 2010


Neuer SPD-Kreisvorstand hat seine Arbeit aufgenommen


Vorstand dankte Britta Möller-Labohm – Neuer Kreisparteirat wird gegründet.


Die Vorbereitung der Landtagswahl im kommenden März und die Arbeitsverteilung standen im Mittelpunkt der konstituierenden Sitzung des neuen Vorstandes des SPD-Kreisverbandes Rhein-Hunsrück im Hotel „Waldesruh“ in Hollnich-Gammelshausen.

 

Kreisvorsitzender Michael Maurer (Emmelshausen) übermittelte dem neuen Kreisvorstand zunächst die Grüße des SPD-Landesvorsitzenden und rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck. In einem Glückwunschschreiben hatte Beck dem neuen Rhein-Hunsrücker SPD-Kreisvorstand zur Wahl gratuliert und viel Erfolg „mit Blick auf die vielfältigen Herausforderungen bei der künftigen Entwicklung der Region“ gewünscht. Neben den gewählten Mitgliedern konnte der Kreisvorsitzende auch den
Spitzenkandidaten der Rhein-Hunsrücker SPD, den Bucher Landtagsabgeordneten und Landtagspräsidenten Joachim Mertes begrüßen. Für den bevorstehenden Wahlkampf wollen die Sozialdemokraten wieder flächendeckende Veranstaltungen in allen Verbandsgemeinden und in der Stadt Boppard anbieten. Joachim Mertes erläuterte dazu die Schwerpunktthemen demographischer Wandel, Nutzung regenerativer Energien und den Bereich der Sozialpolitik. Schatzmeister Werner Klockner (Kirchberg) konnte mit Blick auf den Wahlkampf von einer solide ausgestatteten Kasse berichten.
 

Einstimmig kooptierte der Vorstand die Mandatsträger, hauptamtlichen Mitarbeiter, Vertreter der SPD-Arbeitsgemeinschaften und der Parteigliederungen in den Verbandsgemeinden für die künftige Mitarbeit im Vorstand. Wichtig sei eine breite Beteiligung der Basis an der Arbeit im Kreis, waren sich die Vorstandsmitglieder einig.
 

Zuvor hatte Kreisvorsitzender Michael Maurer der früheren stellvertretenden Vorsitzenden und neuen Schriftführerin im Vorstand, Britta Möller-Labohm aus Halsenbach, mit einem Blumengeschenk für ihr Engagement in den zurückliegenden Monaten gedankt. Sie habe den Kreisverband als amtierende Vorsitzende in den vergangenen Monaten geführt und bereits davor in Vertretung des über längere Zeit erkrankten früheren Vorsitzenden gelenkt. „Liebe Britta, du hast dazu beigetragen, dass die SPD Rhein-Hunsrück wieder stabilisiert ist und geschlossen in die Zukunft blicken kann. Darauf kann der neue Vorstand aufbauen“, sagte Maurer.


Reinhold Petereit (Boppard) appellierte an den Vorstand, dem Thema Mittelrheinbrücke eine besondere Bedeutung beizumessen. Die SPD-Kreisverbände Rhein-Hunsrück und Rhein-Lahn planen dazu eine Mittelrheinkonferenz, die bei einer gemeinsamen Arbeitstagung der Sozialdemokraten von beiden Rheinseiten Anfang Dezember vorbereitet werden soll.
 

Die stellvertretende Kreisvorsitzende Katharina Monteith übernimmt die Vorbereitung der Gründungsversammlung des neuen Kreis-Parteirates der Rhein-Hunsrücker SPD. Einstimmig folgte der Vorstand dem Votum Maurers, der als Vorsitzenden dieses neu organisierten Gremiums Joachim Mertes und als dessen Stellvertreter den Kreisbeigeordneten Dietmar Tuldi und den Europa-abgeordneten Norbert Neuser vorschlug. Die Gründungsversammlung ist für den 16. November in Kirchberg geplant.
 

Als nächster Termin steht die SPD-Wirtschaftskonferenz Hahn am Mittwoch, 27.Oktober, in Büchenbeuren (Jahnhalle) im SPD-Kalender. Die jährliche, gemeinsame Klausurtagung der SPD-Kreistagsfraktion, des Kreisvorstandes und der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) ist am Freitag und Samstag, 26. und 27. November, in der rheinhessischen Verbands-gemeinde Sprendlingen vorgesehen.

 

Seitenanfang

 

Emmelshausen, 18. Oktober 2010


Drogendelikte an Schulen im Kreis bewegen sich im Dunkeln

Polizei und Landrat antworten SPD-Kreistagsfraktion – Maurer: „Keine Entwarnung“:
 

An den Schulen im Rhein-Hunsrück-Kreis gibt es keine massive Drogenproblematik;von vereinzeltem Drogenmissbrauch durch Schülerinnen und Schüler ist aber auszugehen. Die Polizei spricht von einem „nicht zu bezifferndem Dunkelfeld“. Zu dieser Fest-stellung kommen das Polizeipräsidium Koblenz und Landrat Bertram Fleck in Antwortschreiben an die SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Hunsrück, die sich bei den Polizeidienststellen des Kreises und dem Landrat als Schulträger der weiterführenden Schulen im Rhein-Hunsrück-Kreis nach den aktuellen Erkenntnissen zur Drogenproblematik erkundigt hatte.


Auslöser der Anfrage war eine Informationsveranstaltung der SPD-Kreistagsfraktion und des SPD-Kreisvorstandes gemeinsam mit Landtagspräsident Joachim Mertes in Emmelshausen. Im Verlauf der Diskussion wurden aus den Reihen der Teilnehmer teils heftige Vorwürfe dahingehend erhoben, dass die Politik nichts gegen den massiven Drogenhandel und -konsum an den Schulen im Rhein-Hunsrück-Kreis unternehme. Um diese Vorwürfe zu klären, hatte der SPDKreistagsfraktionsvorsitzende Michael Maurer zugesagt, bei den zuständigen Polizeiinspektionen Boppard und Simmern sowie beim Schulträger entsprechende Sachstände zu erfragen. Zwischenzeitlich liegen Maurer die Antwortschreiben vom Koblenzer Polizeipräsidium und vom Landrat vor. Nach Angaben der Polizei weist die Kriminalstatistik für den Bereich der Inspektion Boppard für die Jahre 2007 bis 2009 keine Fälle von Rauschgiftdelikten im Zusammenhang mit Schulen aus. Bei der Polizeiinspektion Simmern seien 2007 und 2008 ebenfalls keine Fälle verzeichnet worden, im Jahr 2009 allerdings vier Fälle (Konsum, Handel und Abgabe an Minderjährige). Aktuell seien drei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Drogenkonsum an Schulen im Bereich der Polizeiinspektion Boppard in Bearbeitung.
Landrat Fleck teilte in seinem Antwortschreiben an die SPD-Kreistagsfraktion unter anderem mit: „Die Schulleitungen der ange-fragten Schulen räumen zum Teil ganz klar Drogenmissbrauch durch Schülerinnen und Schüler an ihren Schulen ein. Alle
betroffenen Schulen arbeiten daher eng mit den zuständigen Polizeiinspektionen
zusammen. Es gab z.B. Anfang September an einer der Schulen des Kreises chemische Untersuchungen durch die Polizei, die den Konsum von Drogen auf dem Schulgelände einwandfrei bestätigten. Ohne konkrete und personenbezogene Verdachtsmomente kann jedoch in einem solchen Fall kein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Die Erkenntnis, dass Drogen konsumiert werden, reicht nicht aus.“


Polizei und Landrat weisen in ihren Antwortschreiben zudem auf die unterschiedlichen Präventionsmaßnahmen im Kampf gegen die Drogenkriminalität hin. So seien die Polizeiinspektionen mit zahlreichen Projekten und Besuchen an den Schulen im Rhein-Hunsrück-Kreis in der Drogenprävention aktiv. Der Rhein-Hunsrück-Kreis unterstützt die Sucht- und Drogenberatungsstellen der freien Träger mit jeweils etwa 20.000 Euro jährlich.


Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Michael Maurer, zeigte sich in einer ersten Bewertung der Antwortschreiben verhalten optimistisch. „Ich bin froh, dass die uns gegenüber geäußerten Vorwürfe in Sachen Drogenhandel und -konsum in ihrer
Massivität wohl nicht haltbar sind. Die Stellungnahmen zeigen aber auch, dass von einer unbekannten Dunkelziffer auszugehen ist. Deshalb wäre es falsch, von einer Entwarnung in Sachen Drogendelikten an unseren Schulen zu sprechen.“ Die SPD will das Thema beobachten und sich weiter über die aktuellen Geschehnisse informieren. Maurer appellierte an Schüler, Eltern und Lehrer, in Verdachtsfällen die Polizei zu informieren. Es bringe nichts, in öffentlichen Veranstaltungen die Politik wegen vermeintlicher Untätigkeit zu beschimpfen und wenn es dann nötig sei, zu schweigen. Michael Maurer: „Wenn Kinder ihren Eltern oder Lehrern von Drogendelikten an der Schule erzählen, sind diese gefordert, umgehend die Polizei und Schulleitung zu informieren. Nur so kann dieses Dunkelfeld erhellt werden.“

Seitenanfang




 Platz für Copyright-Informationen.
Bei Fragen oder Unklarheiten im Zusammenhang mit dieser Website, wenden Sie sich bitte an

reinpe@t-online.de.
Stand: 27. Februar 2011.