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Michael Maurer:

Michael Maurer kritisiert Bruch der Vertraulichkeit durch CDU-Kreisvorsitzenden

 

Homepage von Hans-Josef Bracht, 29.10.2010

 

CDU: Landesregierung muss sich bei RWE-Aktien eindeutig positionieren

Initiative für Beibehaltung des derzeitigen Status – CDU: Zukünftige Einnahmen der Gemeinden durch Dividenden der RWE-Aktien sicherstellen

Die CDU-Kreistagsfraktion fordert die Landesregierung auf, sich bei der Diskussion um die weitere Behandlung der RWE-Aktien eindeutig zu positionieren. Dies teilte der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion mit. Hintergrund des Vorstoßes der Christdemokraten ist ein Schreiben der Kommunalaufsicht in Trier. Diese teilt mit, dass sie sowohl einer Übertragung der RWE-Aktien als auch die Weiterleitung der Dividenden an die Gemeinden über 2011 hinaus widerspricht. „Dies kann aber auf keinen Fall so akzeptiert werden, da es zu großen Protesten und finanziellen Nöten in den Orten des Altkreises Simmern führen würde. Zumal wegen der schwierigen Haushaltslage der Rhein-Hunsrück-Kreis in diesem Jahr die Kreisumlage auf annähernd 45 Prozent erhöht hat und damit landesweit mit großem Abstand an der Spitze aller Landkreise liegt“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht der sich mit Nachdruck für die finanzielle Zukunftsfähigkeit der Gemeinden einsetzt. „Die CDU-Kreistagsfraktion unterstützt weiterhin das Bestreben, den Status quo beizubehalten und den Gemeinden des Altkreises Simmern auch langfristig für die Zukunft die sehr wichtige Einnahmequelle durch die Dividenden der RWE-Aktien zu sichern“, verdeutlicht Bracht. Aktuell wurde zwar durch ein Rechtsgutachten festgestellt, dass der Kreis eindeutig Eigentümer des seit Jahrzehnten durch den Rhein-Hunsrück-Kreis gehaltenen Aktienpaket der RWE ist. Weil diese Aktien ausschließlich aus Gemeinden des ehemaligen Altkreises Simmern stammen, wurden auf Beschluss der damaligen Kreisgründer Verträge gestaltet, die diesen Gemeinden seit über vier Jahrzehnten die Renditen darauf sichern. Diese Verträge laufen im kommenden Jahr aus. „Weil die Verträge 2011 auslaufen, gibt es seit einiger Zeit in dieser Sache teils sehr emotional geführten Diskussionen alle möglichen Vorschläge, wie der Kreis mit diesem Aktienpaket umgehen soll. Politisch ist man sich einig, dass zumindest die Weiterleitung der Dividenden an die Gemeinden des alten Landkreises Simmern deutlich über 2011 hinaus gesichert bleibt, wenngleich auch Vorschläge einer Übertragung des gesamten Aktienpaketes an die Gemeinden auf dem Tisch liegen“, erklärte Bracht. Daher ergreift die CDU nun die Initiative und fordert von der Landesregierung die Beibehaltung des derzeitigen Status. „Ich werbe bei der Landesregierung, dass sie unser Bemühen, den Gemeinden auch für die Zukunft diese wichtigen Einnahmen aus dem RWE Vermögen zu sichern. Die Landesregierung muss hier ein deutliches Signal setzen“, betonte Bracht. „Denn sonst können auch viele kleine Gemeinden ihre Haushalte nicht mehr ausgleichen und die hohe Kreisumlage wird nicht mehr akzeptiert werden. Was in den letzten vier Jahrzehnten von der Kommunalaufsicht toleriert wurde, darf jetzt nicht einfach mit einem Federstrich weggewischt werden.“

Michael Maurer

Emmelshausen, 29. Oktober 2010

SPD: Bracht fordert Regierung zum Rechtsbruch auf

Michael Maurer kritisiert Bruch der Vertraulichkeit durch CDU-Kreisvorsitzenden

„Herr Bracht hält sich an keine Vereinbarung, verstößt gegen seine Verschwiegenheitspflicht als Kreistags-mitglied, verbreitet falsche und tendenziöse Behauptungen und fordert den rheinland-pfälzischen Innenminister zum Rechtsbruch auf.“ Mit diesen Worten reagierte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Michael Maurer, auf die heute von Bracht auf seiner Homepage veröffentlichte Pressemitteilung zum Thema RWE-Aktien.

„Wir haben zu diesem Thema im Kreisausschuss ausdrücklich Vertraulichkeit vereinbart, daran halten wir uns. Die SPD hat sich bisher nur in diesen vertraulichen Runden zu Lösungsansätzen geäußert. Jetzt vom Innenminister öffentlich zu verlangen, eine Entscheidung der Kommunalaufsicht zu revidieren, die ganz offensichtlich auf geltendem Recht beruht, ist entweder politisch dumm oder es steckt Absicht dahinter.“ Maurer: „Dann will Bracht offensichtlich genau das Gegenteil von dem erreichen, was er eigentlich vorgibt.“ Diese öffentliche Diskussion, die der CDU-Kreisvorsitzende jetzt losgetreten hat, mache jede Möglichkeit zunichte, eine vernünftige Lösung in der Frage zu finden. „Hier hätte ich mir mehr Umsicht gewünscht. Wir hätten dieses Problem nur durch eine gemeinsame, politische Entscheidung im Kreis lösen können“, betonte Maurer.

Offensichtlich wolle die CDU mit dem Vorstoß ihres Vorsitzenden den eigentlichen Status Quo, der immer wieder unterschwellig bei diesem Thema genannt wird, erhalten und damit ihrem Landrat die üppige Aufwandsentschädigung als Mitglied des Regional- und Kommunalbeirates der RWE Energie AG sichern, mutmaßte der SPD-Kreisvorsitzende. Maurer abschließend: „Nach seinen Ausfällen in Sachen Flughafen Hahn hat Herr Bracht erneut versagt und zwar zum Nachteil der Gemeinden und Menschen des Rhein-Hunsrück-Kreises.“

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Stand: 06. Dezember 2009.