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Themen der Seite:
Menschwürdige Arbeit
Sozialgerechte Beschäftigung

Erweiterter Vorstand der AfA RheinHunsrück:
Auf dem Foto von links Thomas
Lauer, Bernd Riedel, Susanne Herrmann, Klaus Gewehr,
Britta Möller-Labohm, Stefan
Rode, Andrea Gewehr, Reinhold Petereit
AfA des Rhein-Hunsrück-Kreises
fordert Mindestlohn und sozialgerechte Beschäftigung
Zu einer erweiterten
Vorstandssitzung traf sich die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfrage (AfA)
der SPD um näher auf ihre zukünftige Tätigkeit im Rhein-Hunsrück-Kreis
einzugehen. Begrüßt wurde dabei die Initiative der Landesregierung
Rheinland-Pfalz zur Erhaltung der Arbeitsplätze auf dem Umfeld des Flughafens
Hahn. Daran erinnert wurde aber auch, dass nicht alles sozial ist, was Arbeit
schafft. Daher wird man die Landesregierung Rheinland-Pfalz auffordern ein
Konzept vorzulegen mit dem die dortigen Arbeitsverhältnisse auf ihre
Sozialverträglichkeit geprüft werden und die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte
gewährleistet ist.
Weitere
ausgiebig diskutierte Punkte waren die Einführung des Mindestlohnes und der
derzeitige Stand in der Leiharbeit. Waren über Zeiten des Wirtschaftsboom die
Leiharbeiter als überwiegend auf Niedriglohnbasis tätige Lückenfüller gefragt,
sind sie jetzt diejenigen, die als erstes den Weg in die Arbeitslosigkeit
antreten müssen. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, viele noch offene
Gesetzeslücken zu schließen. Dies gilt auch für das Land Rheinland-Pfalz, in dem
immer noch Unternehmen die Arbeitnehmerrechte aushebeln und damit
Wettbewerbsvorteile erschleichen. Überwiegend kommt dies in Branchen vor, in
denen noch heute Mitarbeiter unter Mindestlohn beschäftigt sind.
Positiv
bewertet wurde die Hartnäckigkeit der SPD in der großen Koalition, durch die für
ca. 3 Millionen Beschäftigte in vielen Branchen der Mindestlohn festgesetzt
werden konnte. Die AfA Rhein-Hunsrück wertet dies als erster Schritt auf einem
langen Weg an dessen Ende nur der verbindliche Mindestlohn für ALLE in
Deutschland stehen kann. Denn Mindestlöhne sind Ausdruck der Anerkennung guter
Leistungen, stärken die Kaufkraft der Menschen, können die Binnennachfrage
ankurbeln und ermöglichen fairen Wettbewerb über Produktivität und Qualität.
Selbstverständlich darf jeder Arbeitgeber mehr zahlen, aber eben nicht weniger!
Keinesfalls hebelt der gesetzliche Mindestlohn die Tarifautonomie der
Gewerkschaften aus, wie es gerne von der CDU/CSU behauptet wird.
Durch
die Austritte aus Arbeitgeberverbänden schleichen sich zahlreiche Arbeitgeber
aus ihrer Verantwortung und boykottieren sozial verträgliche Löhne durch
„Tarifabschlüsse“ mit Pseudogewerkschaften wie den christlichen
Arbeitnehmerverbänden und selbst konstruierten Branchengewerkschaften. Diese
Abschlüsse haben tarifliche Stundenlöhne zum Inhalt, die die Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer zwingen trotz Vollzeitarbeit auf Sozialleistungen und so
genannte Aufstockungsleistungen angewiesen zu sein. Dies ist und darf so nicht
hingenommen werden. „Jeder Mensch muss die Möglichkeit zur Teilhabe an sozial
abgesicherter und Existenz sichernder Erwerbsarbeit haben. Wir wollen keine
amerikanischen Verhältnisse, wo Millionen Menschen drei oder vier Jobs für ihren
Lebensunterhalt brauchen“, so Ottmar Schreiner, MdB und AfA-Bundesvorsitzender.
Konstruktives Arbeiten, gepaart mit zielstrebigem Vorgehen hat sich die AfA
Rhein-Hunsrück für die Zukunft auf die Fahne geschrieben, darin waren sich alle
Teilnehmer einig. Mehr über die AfA, auch als Ansprechpartner für alle
Bürgerinnen und Bürger, gibt es unter
www.afa-rheinhunsrueck.de .
AfA des Rhein-Hunsrück-Kreises fordert menschenwürdige Arbeit.
Zu ihrer ersten Sitzung trafen sich der neue Vorstand der Arbeitsgemeinschaft
für Arbeitnehmerfragen (AfA) des Rhein-Hunsrück-Kreises. Neben vielen Themen zur
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik überwiegte die Forderung nach menschenwürdiger
Arbeit im Rhein-Hunsrück-Kreis um auch dort menschenwürdig leben zu können. In
erster Linie gehört hierzu ein unbefristeter Arbeitsplatz mit existenzsicherem
Einkommen unter fairen und guten Arbeitsbedingungen. Die soziale Wirklichkeit
in Deutschland sieht leider jedoch anders aus. Immer mehr Menschen müssen trotz
Arbeit in Armut leben. Diesen Zustand findet man mittlerweile auch im
Rhein-Hunsrück-Kreis vor, wo die Tarifbindung immer weiter abnimmt und
Armutslöhne nicht nur von tarifungebundenen Arbeitgebern gezahlt werden.
Leiharbeit, Mini-Jobs, Ein-Euro-Jobs, Armutslöhne und befristete Beschäftigung
prägen auch hier den Alltag von vielen Menschen, was bedeutet das viele Menschen
unterhalb des Existenzminimums arbeiten.
Um diesen Missständen entgegen zu treten, hat es sich die AfA zur Aufgabe
gemacht dieser Art von sozialer Ungerechtigkeit die rote Karte zu zeigen.
Ein besonderes Problem ergibt sich bei alledem in erster Linie durch unzählige
Jobs in der Leiharbeit von der zwischenzeitlich reger Gebrauch gemacht wird.
War diese Form von Beschäftigung ursprünglich zur Überbrückung besonderer
Situationen, wie vorübergehende erhöhte Aufträge oder Krankenvertretungen,
vielleicht sinnvoll gewesen, so werden heute damit zunehmend Normal-
Arbeitsplätze in unsichere Arbeitsverhältnisse umgewandelt. Leiharbeit
hat sich gerade nicht zu einem Instrument der Integration in den Arbeitsmarkt
erwiesen, sondern grenzt aus. So verdienen Leiharbeitnehmer bis zu 50 % weniger
als Stammbeschäftigte und sind durchschnittlich nach weniger als sechs Monaten
wieder arbeitslos.
Eine weitere Form von prekärer Beschäftigung sind die 400 Euro-
Jobs. Mittlerweile gibt es auch im RHK vieler solcher
Arbeitsverhältnisse, die auch durch Zerstückelung ehemaliger
Vollzeitarbeitsplätze entstanden sind. Hierdurch werden Tarifverträge nicht
angewendet, Urlaubs- und Kündigungsschutzbestimmungen
ausgehebelt und außerdem die Sozialkassen geschädigt.
Solche Vorgehensweisen ist über Jahre hinaus zum Alltag der
Selbstverständlichkeit geworden und wird auch mittlerweile anstandslos als
solche gesehen. Hinzu kommt das zunehmender Weise immer mehr Angst über den
Verlust des Arbeitsplatzes in den Vordergrund rückt was unweigerlich eine
gewisse, ungewollte Gleichgültigkeit bei den Betroffenen aufkommen lässt. Folge
ist das viele Beschäftige Mehrarbeit leisten, weniger Lohn erhalten und
Einschränkungen von sozialen Ansprüchen akzeptieren. Hierzu muss man kein
Prophet sein um dieser Tatsache zu begegnen, nein täglich zeigen es uns die
Medien wo wir uns befinden.
Heißt es doch, ein Sozialstaat soll eine Kultur der gleichen Augenhöhe der
Sozialpartner und der Mitbestimmung gewährleisten, so scheint dies schon lange
nicht mehr zuzutreffen.
Um dem aber wieder gerecht zu werden, wird sich die AfA des
Rhein-Hunsrück-Kreises in der nächsten Zeit intensiv und gezielt mit diesem
Thema näher befassen und hofft auf ein Entgegenkommen durch Akzeptanz vieler
Firmen und Unternehmen im hiesigen Bereich, in den Betriebsräte nicht relevant
sind und Gewerkschaften nicht toleriert werden.
Zur Zeit ist man an der Erstellung einer Homepage durch die es Betroffenen
ermöglicht werden soll ihr Anliegen auch anonym vorzubringen. Vorerst können
sich die Betroffenen jedoch vertrauensvoll an nachfolgende Ansprechpartner
wenden 1.Vorsitzende Susanne Herrmann, Email:
AfA-rheinhunsrueck@web.de oder AfA Pressewart Reinhold Petereit, Email:
reinpe@t-online.de
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