|
Ver.di Alles zur
Sozial- und Gesundheitspolitik
Kampagne Leiharbeit „UNGLEICH
KORRIGIEREN“
Newsletter Leiharbeit, Ausgabe November
http://www.hundertprozentich.de/newsletter.html.
Null Chance ohne Abschluss
Bund-Länder-Bericht beleuchtet dramatische Ausbildungssituation in
Deutschland. Jeder sechste Jugendliche ohne Berufsper- spektive. Regierung
liefert neues Placebo. Artikel von Ralf Wurzbacher in junge Welt vom
17.06.2010
http://www.jungewelt.de/2010/06-17/032.php
Siehe dazu:
a) Bildungsketten
Die
BMBF-Bildungsketten-Initiative führt neue und bestehende Förderinstrumente
zusammen. Es geht um die strukturelle Weiter- entwicklung des Übergangssystems
im Sinne von Anschlussfähigkeit und Anrechenbarkeit als fachpolitischen
Prozess, der ver- änderte Rollen und zusätzliche Aktivitäten der Akteure in
Schule, Übergangssystem und dualer Berufsausbildung als koordinierte "Hand in
Hand" Kooperation erfordert…“ Informationen des BMBF zur
Bildungsketten-Inititiative
http://www.bmbf.de/de/14737.php
b) DGB fordert Programm zum Abbau von
Ausbildungslosigkeit
Pressemitteilung vom 16.06.2010
http://www.dgb.de/presse/++co++d76cd08e-7948-11df-6571-00188b4dc422/@@index.html
Schamlose Rotstiftpolitik zu Lasten der
Schwächsten
Überrascht haben die Sparbeschlüsse der
Bundesregierung niemanden. Die Art und Weise jedoch, mit der in die Taschen
von Arbeitslosen und Familien gegriffen werden soll und das ganze noch als
„ausgewogen“ verkauft wird, kann nur als schamlos bezeichnet werden. In der
neuesten Ausgabe der sopoaktuell zitieren wir aus den Sparbeschlüssen
der Bundesregierung und bewerten diese dann aus sozialpolitischer Sicht.
Sopoaktuell unter
www.sopo.verdi.de.
Kirche als Arbeitgeber
Endet bald das Privileg? Arbeit für
Gotteslohn
„Unter dem Deckmantel christlicher
Nächstenliebe und unter Ausnutzung kirchlichen Sonderrechts betreiben
evangelische Ein- richtungen seit Jahren massives Lohndumping. Bis zu 13 Prozent
Nettoeinbußen mussten Beschäftigte in den letzten Jahren hin- nehmen. Zuletzt
gab es was vor vier Jahren. Dass sie sich die Bezahlung nach Gutsherrenart
nicht mehr bieten lassen, liegt auch an der Mobilisierung von ver.di.
Gemeinsam stellt mach sich quer – trotz unchristlicher Drohungen der
Führungsriege. Und mit jedem Kampf der Beschäftigten geht auch ein Stück
antiquiertes Privileg dem Ende entgegen…“
Aus dem Text: „…Nach Auskunft der
Gewerkschaft ist die Bezahlung evangelischer Beschäftigter, beispielsweise von
Kranken- pflegern und –schwestern nach 10 Jahren Berufserfahrung um mehr als 131
Euro, von AlternpflegerInnen mehr als 152 Euro im Monat niedriger. Noch
drastischer wird das ungleiche Einkommensniveau für gleiche Arbeit in der
Kirche Hessen-Nassau. Krankenschwestern und -Pfleger verdienen dort 10
Prozent, Sozialpädagogen 16 Prozent, Ärztinnen und Ärzte um 6 Prozent und
Erzieherinnen um 5 Prozent und eine Hauswirtschafterin 13 Prozent weniger als
in vergleichbaren Tarifen. Selbst eine Reinigungs- kraft verdient 20 Prozent
weniger als nach dem gültigen Gebäudereinigertarif. Damit gerät auch der
katholische Caritas unter den Druck des evangelischen Lohndumpings, denn
„selbst die AVR-Caritas liegt auf dem TVöD-Niveau“ des öffentlichen Dienstes,
so die Gewerkschaft ver.di. ..“
Artikel von Hans-Dieter Hey in der
NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung vom 07.10.2009
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14325
Reinigungsgewerbe:
Tarifverhandlungen im Gebäudereiniger-Handwerk 2009
Lohndrücken bei Putzfrauen
„Seit für die Gebäudereiniger der
Tarifvertrag ausgelaufen ist, gibt es für die Branche auch keine Mindestlöhne
mehr. Nun ver- suchen erste Firmen im Ruhrgebiet und am Niederrhein nach Angaben
der IG Bau, die Löhne zu drücken. Nach Auslaufen des Tarifvertrags für
Gebäudereiniger versuchen nach Gewerkschaftsangaben erste Arbeitgeber an Rhein
und Ruhr, den bisherigen Mindestlohn von 8,15 Euro deutlich zu drücken. „Uns
liegen Anlagen zu Arbeitsverträgen vor, die ab dem 1. Oktober einen Lohn von 6
Euro vorsehen”, sagt Zeynep Bicici, Gewerkschaftssekretärin im IG-Bau-Bezirk
Duisburg-Niederrhein. Da ähnlich lautende Anlagen gleich bei mehreren
Arbeitgebern aufgetaucht seien, vermutet die Frankfurter IG-Bau-Zentrale eine
„konzertierte Aktion”…“
Artikel von Thomas Rünker auf DerWesten
vom 06.10.2009
http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/2009/10/6/news-135963011/detail.html
Groß- und Einzelhandel > Kaiser's:
Kassiererin streikt – Kaiser's
kündigt
Emmely’s gibt es überall
Für die Abschaffung der Verdachts- und Bagatellkündigungen! Das
neue Flugblatt vom Emmely-Kreis Hamburg (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/eh/emmely_hh101009.pdf
Einzelhandel > Schlecker
Bremen: Mayday-Protest vor Schlecker
XL-Markt
Vor kurzem hat die Drogeriemarktkette
Schlecker ihren ersten Schlecker XL-Markt auch in Bremen eröffnet.
AktivistInnen des Bremer Mayday-Bündnisses waren mit Flugblättern,
Transparenten und Schildern vor Ort, die Resonanz war einmal mehr be- merkenswert...
Artikel von Mayday-Aktivist auf
Indymedia vom 07.10.2009
http://de.indymedia.org/2009/10/262806.shtml
Liste polizeilicher Datenbanken
„Auf
eine kleine Anfrage einiger Abgeordneten der Partei DIE LINKE lieferte die
Bundesregierung eine Aufstellung über die beim Bundeskriminalamt sowie der Bundespolizei
vorhandenen Datenbanken. Hier die Liste der Bundesregierung zum download - leider sind einige Angaben geschwärzt…“
Doku von Angela vom 18.09.2009 bei indymedia
http://de.indymedia.org/2009/09/261213.shtml
Darin die Liste polizeilicher Datenbanken (pdf)
http://media.de.indymedia.org/media/2009/09//261214.pdf
Leiharbeit: Nachbarn regulieren
besser
Tausende von Leiharbeitern haben 2009
ihren Job verloren. Doch Wissenschaftler rechnen damit, dass sich der Leiharbeitsboom im nächsten Aufschwung
fortsetzt. Sie raten, die Arbeitsbedingungen in der Branche nach dem Vorbild anderer Länder zu ver-bessern.
Bis zum Ausbruch der Wirtschaftskrise hat die Leiharbeit in ganz Europa zugenommen. Aber nicht überall ist in
den Be-trieben eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstanden.
Forscher des Instituts Arbeit und
Qualifikation (IAQ) haben gesetzliche und tarifliche Regulierungsmodelle in
einigen europäischen Ländern untersucht. Aus
ihren Analysen ergeben sich Ansatzpunkte für eine Neuregulierung in
Deutschland…
Böckler Impuls 12/2009
http://www.boeckler.de/32014_96320.html
Siehe die Studie von Achim Vanselow und
Claudia Weinkopf: Zeitarbeit in anderen Ländern - Lehren für Deutschland?,
Expertise für die Hans-Böckler-Stiftung, Juli 2009 (pdf)
http://www.boeckler.de/pdf/impuls_2009_12_7.pdf
b) Leiharbeit in Deutschland: Fünf
Jahre nach der Deregulierung
DGB-Studie vom August 2009 (pdf)
http://www.dgb.de/2009/08/20_pkleiharbeit/Leiharbeit_in_Deutschland.pdf/
Mindestlöhne: In Westeuropa über 8,40
Euro. Auch in der Wirtschaftskrise sind
Europas Mindestlöhne leicht gestiegen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag,
die Wirtschaft zu stabilisieren. 20 von 27 EU-Ländern haben einen gesetzlichen
Mindestlohn. In West-europa liegt die
für alle Arbeitnehmer verbindliche Lohnuntergrenze meist über 8,40 Euro.
Eine Ausnahme bildet nur
Großbritannien, wo der Mindestlohn von 5,73 Pfund umgerechnet 6,41 Euro
beträgt - eine Folge
des niedrigen Wechselkurses…“ Böckler
Impuls 12/2009 (pdf)
http://www.boeckler.de/pdf/impuls_2009_12_6.pdf
Rechtswidrige 1-€-Jobs in Marburg- Wie wir erfahren haben (und auch
dokumentieren können), werden im Stadtgebiet Marburg die Müllkörbe in der Oberstadt und an den Bushaltestellen im
Stadtgebiet von Erwerbslosen geleert, die sich in einer Maßnahme nach § 16 d SGB II bei der Praxis GmbH
befinden. Diese Maßnahmen werden landläufig 1-€-Jobs genannt und sind nur dann rechtskonform, wenn eindeutig
zusätzliche Arbeiten erledigt werden. Die Müllbeseitigung ist aber eine
Pflichtaufgabe der Uni-versitätsstadt Marburg…“ Offener
Brief von ver.di Mittelhessen vom 20.8.09 an die Stadt Marburg bezüglich des Missbrauchs von 1-€-Job
http://mittelhessen.verdi.de/bezirk/offener-brief
VI. Diskussion >
Gewerkschaftsstrategien > tarifpolitische Debatte Appell an die
Gewerkschaften: Gleiche Festbeträge für alle, statt Prozentforderungen!
„Die regelmäßig wiederkehrenden Prozentforderungen der Gewerkschaften bei den Tarifverhandlungen sind den
Geringverdienern gegenüber unfair. Unser dringlicher Appell lautet: Gleiche
Festbeträge
für alle statt Prozente!
Denn die Prozentforderungen bringen den
Spitzenverdienern nicht nur ungleich viel mehr, sondern sie vergrößern auch in
raschem Tempo den Abstand zwischen
„denen da unten“ und „denen da oben“. Gerade die unteren Lohngruppen brauchen
kräftigere Lohnzuschläge…“ Appell von
Helmut Meer, Verdi-Mitglied in Goslar (pdf)
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/tarifpolitik/festbetrag.pdf |